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Samstag - 15. Dezember 2018 - 14:17 Uhr

Durmersheim – 22 / 18






Am Pfingstsamstag fuhr eine kleine Abordnung des Stadtturnvereins nach Durmersheim bei Karlsruhe. Annika Petereit und Tabea Geßler wollten die letzte Chance auf einen Blockwettkampf vor den Badischen Meisterschaften nutzen. Annika hatte beim letzten Wettkampf in Villingen die Quali – Norm für die Badischen Meisterschaften denkbar knapp um 16 Punkte verfehlt. Deshalb wollte sie diesen Wettkampf nutzen, um doch noch die Qualifikation zu schaffen. Tabea fuhr als moralische Unterstützung mit, schielte sie doch mit einem Auge auf die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Auch sie hatte in Villingen eine neue persönliche Bestleistung im Blockwettkampf erreicht, allerdings war ihr Abstand zur Quali – Norm mit 179 Punkten doch noch recht deutlich.




Beide Athleten gingen hoch motiviert in den Wettkampf, mit Adi Erne, der sich dankenswerterweise als Trainer zur Verfügung gestellt hatte, und Tabea’s Vater, der als Fahrer und Mädchen für alles eingeteilt war. Beiden merkte man an, dass sie gewillt waren, ihre Chancen zu nutzen. Erste Disziplin war 80 m Hürden, und beide legten gleich mal eine persönliche Bestleistung hin – so konnte der Tag weiter gehen. Auch in der zweiten Disziplin, Weitsprung, kamen beide nahe an ihre persönlichen Bestleistungen heran. Als dann auch in der dritten Disziplin Annika im Hochsprung überzeugte und Tabea im Diskus wieder eine persönliche Bestleistung aufstellte, kamen die Quali – Normen für beide immer näher in Reichweite. Das Betreuerteam rechnete die bisher erreichten Punkte zusammen, und erkannte, dass bei den zwei noch ausstehenden Disziplinen zumindest für Annika die Norm nun im Bereich des Möglichen lag. Wenn sie im Speerwurf und im 100 m Lauf ihr momentanes Leistungsvermögen abrufen könnte, war die Qualifikation zum Greifen nahe. Tabea musste schon noch im Kugelstoßen und im 100 m Lauf nochmals PB’s aufstellen, sollte der Traum von der DM wahr werden.

Annika warf den Speer knapp an die 21 m heran und hatte damit ihr Soll erfüllt. Und Tabea stellte tatsächlich im Kugelstoßen erneut eine PB auf und übertraf zum ersten Mal die 11 m Marke. Wieder wurde gerechnet bevor es zu den 100 m ging.




Annika sollte mit einem vernünftigen Lauf die Quali schaffen können, und Tabea müsste im 100 m noch eine PB aufstellen, um zur DM zu kommen. Mittlerweile waren die Temperaturen im Stadion weit über 30 °C gestiegen. Konnten sie unter diesen Umständen ihr Leistungsvermögen abrufen bzw. übertreffen? Die Spannung war greifbar. Als erste startete Annika und schon die handgestoppten Zeiten ließen kein Zweifel aufkommen, dass Annika es geschafft hatte. Am Ende hatte sie tatsächlich noch eine persönliche Bestzeit aufgestellt. Dann kam Tabea, auch sie lief an ihre persönliche Bestzeit heran, aber würde es reichen? Mit den offiziellen Zeiten wurde dann schnell gerechnet und die Vermutungen bestätigten sich. Annika hatte die Norm um 22 Punkte übertroffen und kann nun in 14 Tagen zur Badischen Meisterschaft mitfahren. Bei Tabea fehlte am Ende leider die Winzigkeit von 18 Punkten. Aber sie konnte sich keinen Vorwurf machen. Mit drei persönlichen Bestleistungen hatte sie nichts falsch gemacht und nach einer kurzen verständlichen Enttäuschung waren beide Athletinnen wieder bester Laune auf der Rückfahrt.

Somit hatte sich der Tagesausflug nach Durmersheim auf alle Fälle gelohnt und die Zahlen 22 / 18 werden noch länger in Erinnerung bleiben.




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