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Sonntag - 16. Dezember 2018 - 11:19 Uhr

Trainingslager in Rimini vom 14. bis 19.04.2014


Montag



Abfahrt am Montagmorgen um 6:30 Uhr

Das Trainingslager der Leichtathletikabteilung des Stadtturnvereins begann am Montag den 14.04.2014. Bereits kurz nach 6:00 Uhr trafen wir uns an der Waldeckhalle. Da trotz der frühen Zeit alle pünktlich erschienen sind und das Beladen der unerwartet kleinen Gepäckstücke ohne Probleme verlief, konnten wir vor der geplanten Abfahrtszeit losdüsen. Doch das war kein allzu großer Vorteil, da bereits nach weniger als einer Stunde aufgrund von Navigationsproblemen eine Zwangspause eingelegt werden musste.
Die einzige Möglichkeit war den langerfahrenen Co-Assistenzhilfstrainer Wagner die Führung zu übergeben. Die weitere Fahrt verlief außer ein paar kleinen und größeren, irrelevanten Problemen reibungslos.
Nach etlichen Pipipausen kamen wir alle unfallfrei und lebendig nach circa 10 Stunden am Hotel Ferretti Beach an. So wie das italienische Volk ist, wurden wir gleich mit einem kleinen Vorspeisenteller empfangen. Die Athleten waren allerdings nicht sehr begeistert, da dieser lediglich aus Wurst und Brot bestand. Das Wetter konnte man sich allerdings nicht besser vorstellen. Die gefühlten 25 Grad waren manchen schon fast wieder zu warm. Doch es half alles nichts; der von Adi und Winne ausgeklügelte Trainingsplan musste trotz geringer Motivation der Athleten konsequent durchgeführt werden. Das erste Training begann mit einem halbstündigen Strandlauf, danach folgte ein Krafttraining für die Beine. Das Training baute sich folgendermaßen auf: Die Athleten mussten beidbeinig in verschiedenen Schwierigkeitsgraden über Hindernisse springen. Darauf folgte ein kleiner Wettkampf wer aus dem Stand am höchsten springen kann. Die Gewinner waren Florian bei den Jungs und Melina bei den Mädchen. Das Training endete mit einem kleinen Volleyballspiel auf dem hoteleigenen Spielfeld, wobei selbstverständlich die Jungsmannschaft gewonnen hat. Die Mädchen waren so frustriert, sodass sie sich im Pool abkühlen mussten.



Um 20:30 Uhr gab es Abendessen. Die Hoffnung nach einem besseren Essen verflog ziemlich schnell, als das nicht gerade üppige Gericht serviert wurde. Wir sind gespannt, ob die Küche und die durchaus unsympathischen Bedienungen im Laufe der Woche einen besseren Eindruck bei uns hinterlassen können. Nach dem Essen wurde von Winne eine kurze Ansprache über den morgigen Tagesablauf gehalten. Den ersten Abend haben wir anschließend in einer nahegelegenen Bar mit zwergwüchsigen Paulaner und reichlich Amore ausklingen lassen. Wir sind alle so erschöpft, sodass nicht mal Zeit war um irgendwelchen Blödsinn zu verzapfen und alle friedlich in die Heia gingen. Wir freuen uns trotz allem auf eine effektive und vor allem witzige Trainingswoche.

Alexander König von Wagner, Nerojan Nougatschnitte von Sivakumar und Valentin Dinowaldo von Plewe


Dienstag


Nachdem Co-Assistenz-Hilfstrainer Wagner von einem Schlafwandler gewalttätig aus seinem Bett vertrieben wurde, gab es bereits um 7:45 Uhr Frühstück. Das Frühstück war überraschenderweise akzeptabel. Das Training begann erneut mit einem halbstündigen Strandlauf. Das weitere Vormittagstraining war im Stadion geplant, aber da wir es nicht auf Anhieb gefunden haben, konnte das geplante Training erst 1,5 Stunden später beginnen. Das Stadion wurde von vielen Leichtathletik-Vereinen aus ganz Deutschland benutzt, sodass wir uns auf relativ wenig Platz beschränken mussten. Der Hauptteil dieses Trainings bestand aus Sprints und Starts, die mit Hilfe modernster Technik (Viedeokamera, Zeitmessanlage und Foto) aufgezeichnet wurde. Gegen 12:30 Uhr fuhren wir zurück ins Hotel um Mittag zu essen. Auch an diesem Tag waren die Athleten wenig begeistert von den Kochkünsten. Da den beiden Vegetariern Adi und Melina das Essen absolut nicht zumutbar war, und Melina auch noch ihren 16. Geburtstag hatte, wurde sie kurzerhand von Adi in die nächstgelegene Pizzeria eingeladen. Nach dem Mittagessen hatten wir bis 15 Uhr Zeit für uns.



Das Nachmittagstraining am Strand gestaltete sich folgendermaßen. Das Aufwärmspiel „Ultimate Frisbee“ war für die Athleten sehr anstrengend, bereitete ihnen aber trotzdem viel Spaß. Danach folgte ein Koordinationstraining mit Bricks, Steigerungsläufen und Pendellaufstaffel, bei dem wir 15 Minuten zusätzliche Ausgehzeit gewonnen haben und anschließend mehrere kleinen Spielchen. Das Training endete mit unserem beliebten Volleyballspiel. Anschließend hatten wir nur 1 Stunde Zeit, um zu duschen, bis zur Auswertung der am Vormittag aufgenommenen Sprintvideos. Dies war für alle Athleten von Vorteil. Direkt danach gab es Abendessen. Co-Assistenz-Hilfstrainer Wagner erwies sich als ausgezeichneter menschlicher Mülleimer. Durch das gewonnene Spiel hatten wir bis 22:15 Uhr Ausgang, um entweder eine kleine Shoppingtour zu machen oder wieder in eine kleine Bar zu gehen.

Alexander König von Wagner, Jule Müller und Alisa Harth


Mittwoch


Im Gegensatz zu gestern, fing unser Tag heute mit dem 30 minütigen Strandlauf an. Danach ging es zum Frühstück, um 9 Uhr dann ins Stadion. Das Wetter war sonnig, dennoch ging ein kühler Wind. Das Training begann mit einem kurzen Ballspiel, sowie Lauf- und Dehnübungen. Zuerst gingen wir zur Weitsprungrube, wo Adi und Clemens uns wieder für die Videoanalyse filmten. Annika erreichte endlich die 4 Meter Marke. Im zweiten Teil des Trainings gingen wir zur Diskusanlage, wo wir auch gefilmt wurden.

Um 12 Uhr fuhren wir für das Mittagessen zurück ins Hotel. Die Trainer beschlossen, am Mittag noch einmal ins Stadion zu fahren. Dort wärmten wir uns kurz auf und teilten uns in zwei Gruppen. Die eine Gruppe ging mit Adi zum Diskus, die Andere mit Winne zum Hochsprung.



Gegen 17:30 Uhr kamen wir müde im Hotel an. Ein paar gingen noch an den Strand um Volleyball zu spielen, andere blieben im Hotel oder im Pool. Den Abend ließen die Meisten in der hotelnahen "Shoppingmeile" ausklingen.

Annika Lena Tabea


Donnerstag


Wie gestern begann der heutige Tag mit dem 30 minütigen Strandlauf, bei dem wir aber diesmal Angst haben mussten, vom Wind weggeweht zu werden. Nach dem Frühstück ging es ins Stadion, das zu unserer Überraschung ziemlich voll war.
Trotz der anderen Athleten war das Speerwurftraining sehr effektiv. Zudem konnten wir uns auch noch ein paar Übungen bei den anderen abschauen. Währenddessen durfte Tabea ein Kugelstoß-Einzeltraining genießen, da Speerwurf für Ihre Rückenverletzung nichts war. Zum Abschluss des Trainings meisterten wir noch einen 400m Lauf, bei dem alle die von Adi zu Anfang gesetzten Zeit unterboten.



Das mittägliche Strandtraining musste heute wegen des Tagesausflugs abgesagt werden. Stattdessen fuhren wir gemeinsam in die Stadt von Rimini, um dort 2 gemütliche Stunden zu verbringen.
Nach der Rückkehr ins Hotel gab es einen kleinen Überraschungstest, um unsere Kenntnisse im Bereich Kampfrichter zu überprüfen. Danach gab es beim Abendessen noch eine Überraschung für uns, nämlich eine Eistorte und Prosecco, von dem jeder ein halbes Glas trinken durfte. Den Tag ließen wir dann noch in der Cocktailbar um die Ecke ausklingen.

Melina und Caroline


Freitag


Der letzte Trainingstag begann so wie die Tage zuvor, mit einem anstrengenden, halbstündigen Strandlauf zum Riesenrad und zurück. Mittlerweile stieg die Anzahl der Invaliden beträchtlich an, welche aufgrund von Knöchel-, Rücken-, oder sonstigen Blessuren nicht die komplette Strecke laufen konnten. Doch jeder gab bei diesem allerletzten Ausdauerlauf noch einmal sein bestes um den Strandlauf mit einem guten Gefühl abzuschließen.

Beim anschließenden Frühstück war bereits eine neue LA- Gruppe aus München neben uns, später stellte sich heraus, dass in diesem so unscheinbar wirkenden Verein der letztjährige Europajugendmeister im Hochsprung (2,20m!!!) trainierte. Dies bestätigte unser Gefühl, dass Rimini ein perfekter Ort für ein Trainingslager ist. Am Morgen stand uns ein Strandtraining bevor, wo wir uns mit einem Frisbeespiel warmmachten. Nach dem obligatorischen Dehnen stoppten wir mit der Hightech Zeitmessanlage unsere 30m Sprintzeiten im Sand. Bereits auf dem Hinweg zum Strand kamen wir an einer Italienischen Jugendfussballgruppe vorbei, welche unsere Mädels mit Pfiffen imponieren wollten (sie waren nicht gerade beigeistert). Deswegen war es nur eine Frage der Zeit bis die ersten von ihnen uns (die Mädels) bei den Sprints beobachteten. Irgendwann irritierte einer von ihnen Lena, weil er meinte, neben ihr die 30m mithalten zu können, verlor den Zweikampf aber um Haaresbreite.



Im Anschluss kühlten wir uns ein wenig im Meer ab, bevor wir das Sprinttraining mit Widerstandläufen beendeten. Die letzten 45 min verbrachten wir dann noch mit einem Kugelstoßwettbewerb am Strand, die Gruppe wurde in zwei Teams eingeteilt und der Sektor in mehrere Punkte unterteilt. Ziel war es, mehr Punkte als die Gegner zu erreichen, das Siegerteam stand schnell fest, es war das bessere von beiden, obwohl es in der Unterzahl war.

Nachdem wir uns beim Mittagessen gestärkt hatten, machten wir uns auf den Weg zum nahegelegenen Decathlon, um uns für die kommende Freiluftsaison mit neuen Klamotten einzukleiden. Danach machten wir uns auf den Weg ins Stadion, wo es erst einmal einen kurzen Kampf um den Pinken Staffelstab (von den Jungs liebevoll "Pinky" getauft) gab, den die Jungs natürlich wie immer klar für sich entschieden. Nach der kleinen Auseinandersetzung folgte nun das eigentliche Aufwärmen und Stabi-Übungen. Anschließend folgte ein 1 1/2 stündiges Hürdentraining, welches nun auch dem letzten Athleten die wenigen restlichen Kräfte verzehrten. Die letzte halbe Stunde hatte jeder nochmal die Möglichkeit, seine Individuelle Disziplin zu trainieren, so teilte sich die Gruppe auf in Kraftraum, Weitsprung, Sprints oder weitere Hürdenläufe.

Am Abend gingen wir dann alle zusammen in eine Pizzeria unseren letzten Abend in Rimini ausklingen zu lassen, die übliche Videoanalyse danach fiel aufgrund der späten Rückkehr und Müdigkeit aus.

Maximilian und Florian

Samstag


Am letzten Tag fiel der morgentliche Strandlauf aus, da es so schnell wie möglich in die Heimat gehen sollte. Es wurde gefrühstückt und das Gepäck in den Autos verstaut. Danach wurden noch ein paar letzte Fotos gemacht und die Heimreise konnte beginnen.
Die Fahrt begann reibungslos, alle Autos fanden auf die Autobahn und fuhren gen Heimat. Es geschah nicht viel, außer einem kleinen Überholduell mit einem Schweizer. Doch dann kam die erste Mautstation an der, aufgrund verschiedener Einreihungsstrategien, ein Wagen samt Besatzung für 1,5 Stunden verschwand. Die übrigen beiden Wagen fuhren dann schneller, da sie fälschlicherweise davon ausgingen, dass der verschollene Wagen, wegen eines zeitraubenden Wendemanövers der anderen Wagen, vorne weg fuhr.
Dank modernster Kommunikationsgeräten fanden alle drei Wagen einige Kilometer vor dem Gotthardtunnel wieder zusammen. Kurz vor dem Gotthardtunnel gerieten wir alle in einen Stau. In diesem Stau meldete sich dann Carolines Kreativität und machte sie zur Stylistin. Alle Mitfahrer bekamen einem Bart und Kriegsbemalung mit Maskara von ihr. Diese optische Veränderung führte an der nächsten Raststätte zu einem lustigen aber auch leicht peinlichen Gefühl bei allen Beteiligten.



Nachdem wir dann die deutsche Grenze überquert und noch viel wichtiger, alle wieder deutsches Netz auf den Smartphones hatten, schossen diese aus den Taschen, und es wurde mit den Freunden und Familien zuhause Kontakt aufgenommen. Zusammengefasst verlief die Heimreise ohne folgenreiche Probleme und lud doch einige müde Athleten zum schlafen ein. Am Münchriedstadion angekommen, wurden alle von ihren Familien in Empfang genommen und die Wege trennten sich nach einem erfolgreich überstandenen Trainingslager.

Clemens (Fotograf) Geßler

Ende



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